Wir

Farasha

war mein Traumpferd. Eine schwarze Shagya-Araber-Stute. Temperamentvoll, sensibel, menschenbezogen und sehr charakterstark. Sie war meine erste große "Pferdeliebe". Durch sie ist mir bewusst geworden, wie wertvoll und einzigartig eine Beziehung zwischen Mensch und Pferd sein kann.

Als sie krank geworden ist, habe ich gekämpft, viele, viele Monate. Ich habe die Augen verschlossen vor dem Unvermeidbaren und glaubte bis zur letzten Minute an ein Wunder. Doch ich musste sie gehen lassen. Sie ist friedlich eingeschlafen - in meinen Armen.

Als sie gestorben ist, dachte ich, sie hätte einen Teil von mir mitgenommen. Doch heute weiß ich, dass ein Teil von ihr bei mir geblieben ist. Farasha war meine Lehrmeisterin, meine Freundin und meine größte Kritikerin. Sie hat mich unendlich vieles gelehrt und mich auch zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Sie wird immer ein Teil von mir bleiben... Heute kann ich voller Liebe und Dankbarkeit an die Zeit mit ihr denken, die viel zu kurz war.

Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht mehr wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“

D. Bonhoeffer

farasha
farasha

Asmar

Sein richtiger Name ist Jilfan Asmarani. Er wurde am 11.08.1999, also am Tag der Sonnenfinsternis geboren. Viel zu früh, ganz klein und mickrig habe ich ihn 2 Stunden nach der Geburt gesehen und wusste: Das ist meiner! Asmar wurde in einer Herde geboren, wie es artgerechter nicht sein kann. Ein Hengst, 9 Stuten und entsprechend natürlich andere Baby-Pferde zum spielen und toben. Als Asmar 9 Monate alt war wurde er abgesetzt. Zunächst stand er in einer gemischten Herde, später in einer reinen Junghengstgruppe.

Als er 2,5 Jahre alt war wurde durch Zufall hochgradiger Spat bei ihm diagnostiziert. Es stellte sich die Frage, ob er jemals reitbar sein würde. Er wurde sehr schonend mit 5 Jahren angeritten. Und dann begann er, sehr dominant zu werden. Und für mich wurde es gefährlich. Ich stellte mir die Frage, ob ich der Herausforderung, ein so junges Pferd zu besitzen, wirklich gewachsen bin. Und das war ich nicht. Durch einen glücklichen Zufall bin ich auf die deutsche Seite von Parelli Natural Horsemanship gestoßen und habe mich konsequent an dieses Programm gehalten.

Heute ist Asmar ein selbstsicheres, gesundes und vertrauensvolles Pferd. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind wir unseren Weg gemeinsam gegangen. Asmar ist extrem freundlich, aufgeschlossen, immer noch verspielt und hat auch noch sehr oft seinen eigenen Kopf. Und den soll er auch haben. Es kommt auch heute noch vor, dass wir uns streiten :)

Wenn ich zur Koppel gehe, brauche ich Asmar fast niemals zu holen. Er kommt immer auf Zuruf zum Zaun. Oft sogar im Galopp. Und immer noch kommen mir dann die Tränen vor Freude....

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SAM

Sam ist im September 2009 (er war damals 6 Monate alt) aus dem Tierheim Berlin zu mir gekommen. Ein schwarzer Labrador, mit dem es wirklich nicht immer leicht war. Sam ist extrovertiert und völlig frei von Selbstzweifeln und ich sah mich vor einer ganz neuen Herausforderung. Nichts war vor ihm sicher, keine Schuhe, keine Couch, keine Decken, rein gar nichts. Erschwerend war sein ausgeprägter Jagdtrieb und es ist nur einem wirklich glücklichen Umstand zu verdanken, dass er damals nicht von einem Pferd getreten worden ist. Im Juni 2011 habe ich leider die traurige Diagnose bekommen, dass Sam sehr schwer herzkrank ist. Es war ein großer Schock für mich. Wir sind jetzt Dauergäste in der Kardiologie, aber mit entsprechenden Medikamenten haben wir vielleicht ein wenig Glück. Auf einen kleinen, kurzen Ausritt nehme ich ihn jetzt wieder mit und genieße es, alleine mit meinem Pferd und meinem Hund im Wald zu sein.

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